Satzung der Sebastian-Kneipp-Stiftung

Mit Stiftungsurkunde vom 3. Dezember 1975 hat APOTHEKER LUITPOLD LEUSSER als geschäftsführender Gesellschafter des Kneipp-Heilmittel-Werks, der heutigen KNEIPP-WERKE die SEBASTIAN-KNEIPP-STIFTUNG mit dem Zweck zur medizinisch- und pharmazeutisch-wissenschaftlichen Förderung der Kneipp-Therapie einschließlich Prävention und Rehabilitation errichtet. Die Verfassung der Stiftung wird hiermit durch die nachfolgende Satzung geregelt:

§1
Name und Sitz

  1. Die Stiftung führt den Namen „Sebastian-Kneipp-Stiftung“.
      
  2. Sie ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechtes mit dem Sitz in Würzburg. In Bad Wörishofen wird eine Geschäftsstelle unterhalten.

§2
Zweck

  1. Zweck der Stiftung ist die medizinisch- und pharmazeutisch- wissenschaftliche Förderung der Kneipp-Therapie einschließlich Prävention und Rehabilitation, insbesondere durch die Förderung von Vorhaben oder die Vergabe von Preisen (z.B.:Sebastian Kneipp-Preis) auf dem Gebiet der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft und Forschung.
     
  2. Im Bereich der Wissenschaft und Forschung sind förderungsfähig alle Vorhaben auf den für die Kneipp-Therapie einschließlich Prävention und Rehabilitation wesentlichen Gebieten, insbesondere auf den von Pfarrer Kneipp selbst bezeichneten Hauptgebieten der Hydrotherapie, Phytotherapie, Bewegungstherapie, Ernährung, Ordnungstherapie und Gesundheitspflege und deren Synergien.
      
  3. Die Ergebnisse der geförderten Vorhaben sollen auch mit Mitteln der Stiftung veröffentlicht und allgemein fruchtbar gemacht werden.

  4. Voraussetzung für die Zuteilung von Mitteln der Stiftung ist, dass der Empfänger die Mittel ausschließlich nach den Weisungen der Stiftung verwendet, sofern es sich nicht um Preisgelder handelt. Über Preisgelder dürfen die Empfänger frei verfügen. Über die Verwendung von finanziellen Mitteln zur Förderung bestimmter Vorhaben, muss der Empfänger der Mittel nach Durchführung der betreffenden Maßnahmen der Stiftung die zweckentsprechende Verwendung nachweisen. Dies kann bei wissenschaftlichen Studien auch durch Vorlage von Abschlussberichten oder Publikationen erfolgen.

  5. Förderungsfähig im Sinne des Stiftungszweckes sind auch Einrichtungen und Organisationen, die erst nach dem Ableben von Pfarrer Kneipp errichtet wurden, soweit ihre Aufgaben ausschließlich der Förderung der Kneipp-Idee dienen, wie z.B.Kneipp-Kurorte, Kneipp-Bund, Kneipp-Vereine, Kneipp-Sanatorien oder Forschungsinstitute, sowie entsprechende Umweltschutzmaßnahmen, die förderungsfähig im Sinne des Stiftungszweckes sind. Die Stiftung darf die vorstehenden Einrichtungen und Organisationen nur fördern, wenn es sich hierbei um gemeinnützige Einrichtungen im Sinne der steuerlichen Vorschriften handelt.

  6. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

§3
Gemeinnützigkeit

  1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

  2. Die Stiftung ist selbstlos tätig: sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  3. Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§4
Stiftungsmittel

  1. Für die Erfüllung des Stiftungszweckes stehen die Erträge des Grundstockvermögens der Stiftung, die jährlichen, für den Verbrauch bestimmten Zuwendungen aus den Erträgnissen der Kneipp-Werke und außerdem solche Zuwendungen zur Verfügung, die zum sofortigen Verbrauch für den Stiftungszweck verwendet werden dürfen und von dem Förderer nicht zur Stärkung des Grundstockvermögens der Stiftung bestimmt sind.

  2. Wird von einem Förderer nicht selbst bestimmt, ob seine Leistung Zuwendungen zum sofortigen Verbrauch für den Stiftungszweck oder Zustiftung zum Grundstockvermögen der Stiftung sein soll, so entscheidet das Kuratorium auf Vorschlag des Vorstandes. Es ist zulässig, in solchen Fällen eine Leistung zum Teil als Zuwendung zu verbrauchen und zum Teil dem Grundstockvermögen zuzuschlagen.

  3. Der in der Stiftungsurkunde genannte, vom Stifter zur Verfügung gestellte Betrag von DM 50.000 ist als Zuwendung zum sofortigen Verbrauch für den Stiftungszweck zu behandeln. Aus diesem Betrag sind auch die Unkosten für die Ersteinrichtung der Verwaltungs-Nebenstelle der Stiftung in Bad Wörishofen zu decken.

§5
Grundstockvermögen

  1. Das Grundstockvermögen der Stiftung besteht aus dem vom Stifter eingebrachten Kapital von DM 100.000, und aus späteren Zustiftungen.

  2. Dem Grundstockvermögen sind die Zustiftungen der KNEIPP-WERKE oder anderer Förderer zuzuführen, wenn und soweit die Zustiftungen entsprechend dem Stiftungszweck verwendet werden dürfen und nicht mit Auflagen verbunden sind, deren Erfüllung das Ansehen der Stiftung schädigen oder die Durchführung der Stiftungsaufgaben erschweren oder gefährden können.

  3. Das Grundstockvermögen ist in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Es beträgt am 31.12.2007 332.340 €..

§6
Organe 

  1. Organe der Stiftung sind
    a) Vorstand
    b) Kuratorium
    c) Ehrenmitgliedschaft.

  2. Die Organmitglieder sind ehrenamtlich tätig.

  3. Die Organmitglieder haben Anspruch auf Ersatz der Kosten, die ihnen in Erfüllung ihrer Aufgaben entstehen. Unter Berücksichtigung des in § 3 Nr. 2 dieser Satzung festgelegten Grundsatzes können Sitzungsgelder gezahlt werden. Wissenschaftliche Gutachten, die beispielsweise ein Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats auf Anforderung für die Stiftung erstattet, werden angemessen vergütet.

§ 6a
Ehrenmitgliedschaft 

Ehrenpräsidentin/ Ehrenpräsident der Stiftung kann nur werden, wer durch sein Lebenswerk zum Wert und Ansehen der Kneipp-Therapie, der Sebastian-Kneipp-Stiftung oder den Kneipp-Werken in ganz besonderer Weise beigetragen hat. Sie/Er ist zu allen Veranstaltungen der Stiftung einzuladen, wobei ihr/ihm keinerlei Kosten entstehen sollen. Sie/Er repräsentiert die Stiftung bei gesellschaftlichen Ereignissen. Die Wahl zur Ehrenpräsidentin/ zum Ehrenpräsidenten erfolgt durch gemeinsame Wahl von Kuratorium und Vorstand. Dabei ist eine Dreiviertelmehrheit der Stimmen nötig.

§7
Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. 
    Der erste Vorsitzende des jeweiligen Vorstandes vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich allein.
    Soweit der erste Vorsitzende verhindert ist, benennt er einen Vertreter aus dem Vorstand. Die Verhinderung des ersten Vorstandes muss Dritten gegenüber nicht nachgewiesen werden.

  2. Der erste Vorsitzende muss den Kneipp-Werken in leitender Stellung angehören oder mindestens 5 Jahre lang angehört haben. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes werden vom Kuratorium gewählt. Es sollen ein in der Kneipp-Therapie erfahrener Arzt oder Apotheker und eine in der Rechts-, Wirtschafts- oder Verwaltungsfragen erfahrene Persönlichkeit sein. Ein Mitglied des Vorstandes soll in einer engen Beziehung zu den Kneipp-Werken stehen und im Benehmen mit den Kneipp-Werken vorgeschlagen werden.

  3. Die Mitglieder des Vorstandes werden jeweils auf die Dauer von drei Jahren bestellt bzw. gewählt. Nach Ablauf von drei Jahren gilt die Bestellung bzw. die Wahl weiter bis zu der alsbald zu veranlassenden Neubestellung bzw. Neuwahl.

  4. Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Beschluss mit einfacher Stimmenmehrheit. Im übrigen richtet sich seine Arbeitsweise nach einer Geschäftsordnung, die er sich selbst gibt und die der Genehmigung durch das Kuratorium bedarf.

  5. Der Vorstand ist gehalten, in Angelegenheiten von wissenschaftlicher Bedeutung zunächst die Stellungnahme des Kuratoriums der Stiftung oder einzelner Mitglieder des Kuratoriums einzuholen. In besonders gelagerten Fällen kann der Vorstand auch die Stellungnahme eines Fachmannes einholen, der dem Kuratorium nicht angehört.

  6. Bei seiner gesamten Tätigkeit soll der Vorstand enge Fühlung mit den KNEIPP-WERKEN halten und stets nach bestem Wissen und Gewissen den Bestimmungen dieser Satzung entsprechen.

§8
Aufgaben des Vorstandes

  1. Der Vorstand hat folgende laufenden Aufgaben: Führung der allgemeinen Verwaltungsgeschäfte, Verwaltung des Grundstockvermögens, Entgegennahme der Zustiftungen und Zuwendungen und Vorbereitung der Sitzungen des Kuratoriums.

  2. Der Vorstand beruft die Mitglieder der Jury für die Bewertung von Preisen, die von der Stiftung verliehen werden und legt ggf. deren Vergütung fest.

  3. Ferner gehört es zu den Aufgaben der Mitglieder des Vorstandes, an den Sitzungen des Kuratoriums teilzunehmen, zu den hier auftretenden Fragen Stellung zu nehmen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen.

  4. Der Vorstand hat vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres einen Voranschlag aufzustellen, der in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sein muss. Nach Abschluss eines jeden Geschäftsjahres hat der Vorstand die Jahresrechnung zuerstellen. Diese können können bei der Jahreshauptversammlung erstellt werden.

  5. Dem Vorstand obliegt die Vollziehung der Beschlüsse des Kuratoriums.

  6. Schließlich hat der Vorstand die Aufgaben, die ihm an anderer Stelle dieser Satzung ausdrücklich zugewiesen sind.

§9
Kuratorium

  1. Dem Kuratorium gehören drei bis sieben Mitglieder an, darunter beispielsweise ein Vertreter der Stadt Bad Wörishofen,ein Mitglied des Kneipp-Ärztebundes, der Leiter der Kneipp-Apotheke Bad Wörishofen oder einer anderen dem Kneipp-Gedanken sehr verbundenen Apotheke, ein Vertreter der Kneipp-Werke, der in der Kneipp-Therapie kompetent ist, sowie bis zu drei Persönlichkeiten, die für die Zielsetzungen der Stiftung aufgeschlossen sind, unter ihnen möglichst ein Arzt sowie möglichst ein Mitglied aus den Familien Leusser oder Oberhäußer (Nachkommen des Apothekers Leonhard Oberhäußer) und ein Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Kneipp-Therapie tätig ist und eine Person, die in Wissenschaftsfragen kompetent ist. 

    Der Vorstand nimmt an den Sitzungen des Kuratoriums teil.

  2. Die Mitglieder des Kuratoriums werden auf Vorschlag des Vorstandes vom Kuratorium im Wege der Selbstergänzung gewählt. 

  3. Die Zugehörigkeit zum Kuratorium dauert jeweils 3 Jahre, solange das Mitglied eine entsprechende Stellung nach § 9 1. a-e einnimmt. Nach Ablauf von drei Jahren gilt die Wahl weiter bis zu einer alsbald zu veranlassenden Neuwahl. 

  4. Der Angehörige der Familie Leusser oder Oberhäußer, der Mitglied des Kuratoriums werden soll, wird im Benehmen mit diesen Familien auf Vorschlag des Vorstandes vom Kuratorium gewählt. 

  5. Das Kuratorium muss mindestens einmal jährlich zusammentreten.

  6. Das Kuratorium wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Die Wahl gilt, vorbehaltlich der Bestimmung in vorstehendem Absatz 3 jeweils für die Dauer von drei Jahren. 

  7. Das Kuratorium trifft seine Entscheidung durch Beschluss mit einfacher Stimmenmehrheit. Es ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind. Im übrigen richtet sich die Arbeitsweise des Kuratoriums nach einer von ihm zu beschließenden Geschäftsordnung. In dringlichen Angelegenheiten – außer den Entscheidungen nach § 14 der Satzung – sowie in Angelegenheiten von geringer Bedeutung, kann eine Entscheidung auch im Umlaufverfahren bzw. fernmündlich herbeigeführt werden. Diese Entscheidung ist spätestens in der nachfolgenden Kuratoriumssitzung bekannt zu geben. 

§ 10
Aufgaben des Kuratoriums

  1. Das Kuratorium bestimmt die Vorhaben, die gefördert werden sollen und beschließt über die Art und Weise der finanziellen Förderung.

  2. Ferner beschließt das Kuratorium auf Vorschlag des Vorstandes allgemeine Richtlinien über die Verwaltung des Grundstockvermögens.

  3. Das Kuratorium verabschiedet den Haushaltvoranschlag, bestimmt zwei Rechnungsprüfer und beschließt über die Jahresrechnung.

  4. Außerdem ist es Aufgabe des Kuratoriums, die Geschäftsführung des Vorstandes allgemein zu überwachen und sich zu vergewissern, dass die Beschlüsse des Kuratoriums im Sinne des Stiftungszweckes vollzogen werden. Zu diesem Zweck kann das Kuratorium oder ein bestimmtes Mitglied die Einrichtungen der Stiftung besichtigen, Rechnungsbücher, Belege und Schriftwechsel sowie Protokolle der Sitzungen des Vorstandes einsehen und von jedem Vorstandsmitglied ergänzende Auskünfte verlangen.

  5. Zu den Aufgaben des Kuratoriums gehört auch, im Bedarfsfall Anregungen und Empfehlungen für den Vorstand zu beschließen.

  6. Schließlich ist es Aufgabe des Kuratoriums, über Satzungsänderungen sowie über Anträge auf Umwandlung oder Aufhebung der Stiftung Beschluss zu fassen.

  7. Das Kuratoriums hat außerdem die Aufgaben, die ihm an anderer Stelle dieser Satzung ausdrücklich zugewiesen sind.

  8. Ist ein Beschluss des Kuratoriums davon abhängig, dass ein förmlicher Antrag des Vorstandes vorliegt, dann kann bei Ablehnung des Antrages in der Sache erst dann entschieden werden, wenn der Vorstand erneut einen Antrag gestellt hat. Wird auch der neue Antrag des Vorstands abgelehnt, dann kann das Kuratorium in der Sache anderweitig mit einer Stimmenmehrheit von mindestens 2/3 der Mitglieder des Kuratoriums entscheiden.

  9. Das Kuratorium übernimmt auch die Aufgaben, die früher der Wissenschaftliche Beirat hatte. Insbesondere unterstützt das Kuratorium den Vorstand bei der Auswahl und Gewinnung von Juroren für die Vergabe von Preisen.

§ 11
Wissenschaftlicher Beirat
Entfällt

§ 12
Geschäftsjahr
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 13
Geschäftsbericht

  1. Jeweils nach Abschluss eines Geschäftsjahres ist vom Vorstand ein besonderer zur Information der Öffentlichkeit bestimmter Bericht zu fertigen. Zu dem Bericht ist die Zustimmung des Vorsitzenden des Kuratoriums einzuholen.

  2. Der Bericht ist der Öffentlichkeit zu übergeben. Er ist mit dem Hinweis zu verbinden, dass sich wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit Aufgaben befassen, die innerhalb des Stiftungszweckes liegen, um die Förderung durch die Stiftung bewerben können.

§ 14
Satzungsänderung

Für die Änderung der Satzung sowie Anträge auf Umwandlung oder Aufhebung der Stiftung sind übereinstimmende Beschlüsse des Vorstands und des Kuratoriums erforderlich, wobei vom Kuratorium mindestens 2/3 der Mitgliederzustimmen müssen.

§ 15
Erlöschen der Stiftung

Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Stadt Bad Wörishofen, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

§ 16
Aufsicht

Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Unterfranken.

§ 17
Inkrafttreten

Die Satzung tritt mit ihrer Genehmigung durch die Regierung von Unterfranken in Kraft. Gleichzeitig tritt die Stiftungssatzung vom 7.9.1993 außer Kraft.

Die zur Entstehung einer rechtskräftigen Stiftung nach § 80 des Bürgerlichen Gesetzbuches und Art. 3,5 und 6 des Bayerischen Stiftungsgesetzes erforderliche Genehmigung wurde durch Entschließung des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 17. September 1976 Nr. V/2 – 2/137752 erteilt.

Die von Vorstand und Kuratorium der Stiftung am 27. März 1981 mit Zustimmung des Stifters beschlossene Satzungsänderung wurden durch Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 1. Juni 1981 Nr. W2-2/73 150, dem Stiftungsvorstand zugegangen am 13. Juli 1981, genehmigt.

Die vom Vorstand und vom Kuratorium der Stiftung am 19. November 1992 in gemeinsamer Sitzung beschlossenen Änderungen der §§ 2,5,6,7,9 und 11 der Stiftungssatzung wurden durch Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 18.08.1993 NI ½ - K1125 Wü/18-5/108 910, dem Stiftungsvorstand zugegangen am 07.09.1993, genehmigt.

Die vom Vorstand und vom Kuratorium der Stiftung am 15.5.2009 in gemeinsamer Sitzung/Umlaufverfahren beschlossene Änderungen der Stiftungssatzung wurden durch Schreiben der Regierung von Unterfranken vom 17.02.2010 - N 44/1222.12-25/10, dem Stiftungsvorstand zugegangen, genehmigt.

Die Stiftung ist gemäß Bescheid des Finanzamtes Würzburg vom 18.Mai 1976 – Nr. S 1291/371 – 11/3 als gemeinnützig anerkannt.

Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt Würzburg auch im Hinblick auf die Satzungsänderungen mit Schreiben vom 08.02.1993 – Nr. VB 6 St. Nr. 186/33596 und durch Satzungsprüfung vom 14.10.2009 – Aktenzeichen 257/110/70039 K 03 bestätigt.

 

Charter of the Sebastian Kneipp Foundation 

 

The PHARMACIST LUITPOLD LEUSSER, who was a managing partner of the Kneipp-Heilmittel-Werk that turned into the present KNEIPP-WERKE, started the SEBASTIAN KNEIPP FOUNDATION with the purpose to medical- and pharmaceutic-scientifically support Kneipp therapy including prevention and rehabilitation. Its deed of foundation dates back to 3rd December 1975.

The constitution of the foundation is hereby determined by the following charter:

§1
Name and Location

  1.  The name of the foundation is “Sebastian-Kneipp-Stiftung” (Sebastian Kneipp Foundation).
      
  2.  It is a public foundation with legal capacity under civil law and it is located in Würzburg. A branch office is located in Bad Wörishofen.

§2
Purpose

  1.  The purpose of the foundation is to medical- and pharmaceutic-scientifically support Kneipp therapy including prevention and rehabilitation, particularly by supporting projects and awarding prizes (for example the Sebastian Kneipp Award) in the field of medical and pharmaceutic science and research.
     
  2.  All scientific and research projects are eligible that work on the fields significant for Kneipp therapy including prevention and rehabilitation, especially the works on the main fields that the priest Sebastian Kneipp himself defined, namely hydrotherapy, phytotherapy, exercise therapy, nutrition, regulation therapy and health care as well as their synergies.  
     
  3. The results of the supported projects will be published and made available for the public with the means of the foundation.
  4. A condition to receive funds from the foundation is that the recipient will use the fund as directed by the foundation. The only exception from this is prize money. The recipient is free to dispose of the prize money at his or her own convenience. The recipient of financial funds of the foundation is obliged to give proof of having used the financial means as agreed upon by the foundation as soon as he put his plans into practice. In case of scientific studies, a final report or a publication is sufficient as proof. 
  5. Also eligible in terms of our foundation are institutions and organizations that were founded after the death of Sebastian Kneipp and that have the sole purpose of supporting the idea of Kneipp, such as Kneipp health resorts, Kneipp associations, Kneipp societies, Kneipp sanatoriums or research institutions as well as corresponding measures to protect the environment. The foundation may only support these kind of institutions and organizations if they are charitable institutions in terms of tax regulations. 
     
  6. You are not legally entitled to receive funds from the foundation.

§3
Non-profit Status

  1. The foundation pursues exclusively and directly charitable purposes in terms of the paragraph “tax-advantaged purposes” of the tax code. 
     
  2. The foundation is a charitable organization. It does not primarily pursue its own financial purposes. 
     
  3. Means of the foundation may only be used as declared in the charter of the foundation.
     
  4. It is not allowed to promote a person by providing them with funds that are either not in accordance with the purpose of the foundation or excessively high.

§4

Foundation Funds

  1. The basic assets of the foundation, the annual grants from the proceeds of the Kneipp-Werke that are intended for usage, and donations that are intended to be used directly in accordance to the purpose of the foundation and not to increase the basic assets of the foundation are at disposal to fulfill the purpose of the foundation. 
     
  2. In case the sponsor does not decide if his or her donation is intended to be used directly in accordance to the purpose of the foundation or to increase the basic assets of the foundation, the board of trustees will decide at the suggestion of the chairmen how the donation will be used. In these cases, it is permitted to split the donation and use it partly to increase the basic assets and partly spend it as grants.
     
  3. The amount of DM 50,000 that is mentioned in the deed of donation and provided by the founder is intended to be used as a grant for direct usage in accordance to the purpose of the foundation. Expenses to establish the branch office in Bad Wörishofen should be payed from this amount. 

§5
Basic Assets

  1. The basic asset of the foundation consists of the capital of DM 100,000 provided by the founder and of later donations. 
     
  2. Donations from the KNEIPP-WERKE and other sponsors are to be added to the basic assets of the foundation, if they are eligible to be used in accordance to the purpose of the foundation and not linked to certain conditions that could harm the reputation of the foundation or make it harder to fulfill or even risk the tasks and purposes of the foundation.
     
  3. The basis assets of the foundation has to be retained permanently and undiminished. On 31st December 2007, the basic assets had the amount of € 332,340. 

§6
Bodies

  1. The bodies of the foundation are
    a) chairmen/chairwomen
    b) board of trustees
    c) honorary memberships
     
     
  2. The members of the bodies act voluntarily. 
     
     
  3. The members of the bodies may claim financial reimbursement for the expenses they have while performing their tasks. In consideration of the principle declared in § 3 number 2 of this charter, attendance fees may be paid. Academic reports that are handed in by members of the scientific advisory board on demand for the foundation will be remunerated adequately. 

§ 6a
Honorary Memberships

One can only become honorary president of the foundation if one’s life’s work increased the value and reputation of the Kneipp therapy, the Kneipp foundation or the Kneipp-Werke extraordinarily. The honorary president will be invited to all events of the foundation, and his or her expenses to attend the events will be covered. Moreover, the honorary president represents the foundation at social occasions. The honorary president is voted by the board of trustees and the management board. The election is valid when he or she receives a three-quarters majority. 

§7
Management Board

  1. The management board consists of three members.
    The first chairman or chairwoman of the current management board represents the foundation judicial and out of court on his or her own. If he or she is prevented from attending, he or she has to announce a deputy from the management board. It is not necessary to give proof of the first chairman’s or chairwoman’s inability to attend to third parties. 
     
  2. The first chairman or chairwoman must be at management level in the Kneipp-Werke or must have been for at least 5 years. The other members of the management board are elected by the board of trustees. One of them should be a physician or a pharmacist who is familiar with Kneipp therapy and the other one should be a person who is experienced in the fields of law, economy and administration. One member of the management board should be closely related to the Kneipp-Werke and be suggested with the consent of the Kneipp-Werke.
     
  3. The members of the management board are elected and commissioned for three years. After three years, the commission and election lasts until the next commission and election.
     
  4. The management board adopts decisions by a simple majority vote. The mode of operation is based on an agenda created by the management board and approved by the board of trustees. 
     
  5. Concerning matters of academic significance, the management board is obliged to consult the board of trustees of the foundations or individual members of the board of trustees. In exceptional cases the board of management may consult a specialist who is not a member of the board of trustees. 
     
  6. Concerning all its activities, the management board should work in close contact to the Kneipp-Werke and always decide to the best of their knowledge and belief in accordance with this charter. 

§8
Tasks of the Management Board

  1. The tasks of the management board are: general administration, managing the basic assets, receiving the donations and contributions and preparing the meetings of the board of trustees.
     
  2. The board of management assigns the members of the jury to evaluate the prizes that are awarded by the foundation and, if necessary, determines their payment. 
     
  3. Another task of the members of the management board is to participate in the meetings of the board of trustees, comment on the questions asked in those meetings and provide any information needed. 
     
  4. Before the business year starts, the management board has to estimate the budget that has to be balanced concerning income and expenses. After each business year, the board of management has to prepare an annual financial statement. It is allowed to prepare them in the annual general meeting. 
     
  5. The management board is responsible for the execution of the decisions of the board of trustees. 
     
  6. Additionally, the management board has to fulfill all the other tasks that are assigned to it elsewhere in this charter. 

§9
Board of Trustees

  1. The board of trustees consists of three to seven members including, for example, a representative of the city Bad Wörishofen, a member of the International Association of Kneipp Physicians (Kneipp-Ärztebund), the manager of the Kneipp pharmacy in Bad Wörishofen or another pharmacy that is closely related to the concept of Kneipp, a representative of the Kneipp-Werke who is familiar with Kneipp therapy, and up to three persons who are open-minded about the goals of the foundation including preferably a physician, a member of the families Leusser or Oberhäußer (descendants of the pharmacist Leonhard Oberhäußer), a scientist who works on the field of Kneipp therapy and someone who has a broad knowledge about scientific topics.
    The management board participates in the meetings of the board of trustees.
     
     
  2. The members of the board of trustees are suggested by the management board and elected by the already existing members of the board of trustees.
     
     
  3. The members of the board of trustees are elected and act for three years, as long as they occupy a position according to § 9 1. a-e. After three years, they remain members of the board of trustees until new members are elected.
     
     
  4. The member of the families Leusser or Oberhäußer who is going to be part of the board of trustees is suggested by the management board with the consent of the families Leusser and Oberhäußer and elected by the board of trustees.
     
  5. The board of trustees meets at least once per year.
     
  6. The board of trustees elects a chairman or a chairwoman and a co-chairman or a co-chairwoman from its members. Taking the regulations of paragraph 3 above into consideration, the election is valid for three years.
     
  7. The board of trustees adopts decisions by a simple majority vote. It has a quorum if at least three of its members are present. The mode of operation is based on an agenda created by the board of trustees itself. In urgent cases – with exception of decisions as declared in § 14 of this charter – and in cases of minor importance, a decision may be made via a circulation procedure or by telephone. This decision has to be announced at the next meeting of the board of trustees at the latest. 

 

§ 10
Tasks of the Board of Trustees

  1. The board of trustees decides on the projects that should be promoted and also on the methods of financial support. 
     
  2. Furthermore, the board of trustees determines the general guidelines to manage the basic assets at the suggestion of the management board.
     
  3. The board of trustees adopts the budget estimate, determines two auditors and decides on the annual financial statement. 
     
  4. Moreover, the board of trustees has to monitor the administration of the management board in general and makes sure that the resolutions of the board of trustees are executed in accordance with the purpose of the foundation. To accomplish this, the board of trustees or a certain member is allowed to inspect the institutions of the foundation, look through the books of account, receipts, correspondence and minutes of the meetings and ask individual members of the management board for additional information.
     
  5. If needed, the board of trustees decides on suggestions and recommendations for the management board.
     
  6. Another task of the board of trustees is to decide on amendments of the charter and on requests to transform or abolish the foundation.
     
  7. Additionally, the board of trustees has to fulfill all the other tasks that are assigned to it elsewhere in this charter.
     
  8. If a resolution of the board of trustees depends on the existence of a formal application of the management board and the application was denied, the cause can only be decided when the management board has made another application. If the new application of the management board was denied as well, the board of trustees may decide on the cause with a two-thirds majority of its members.
  9. The board of trustees is also responsible for the tasks that the academic advisory council used to do. In particular, the board of trustees assists the management board in choosing and appointing jurors to award the prizes. 

§ 11
Academic Advisory Council

not applicable

§ 12
Financial Year

The financial year corresponds with the calendar year. 

§ 13
Annual Report

  1. After each financial year, the management board has to draw up a special report to inform the public. The report has to be approved by the chairman or chairwoman of the board of trustees. 
     
  2. The report has to be published and needs to contain the note that scientific institutions that work on fields that lie within the purpose of the foundation may apply for support by the foundation. 

§ 14
Amendments of the Charter

Amendments of the charter as well as applications to transform or abolish the foundation can only be executed if both the management board and the board of trustees agree on them and if at least a two-third majority of the board of trustees approves. 

 

§ 15

Extinction of the Foundation

After the closure or dissolution of the foundation or if the foundation loses its tax-privileged purpose, the assets will pass to the city of Bad Wörishofen that is obliged to use it directly and exclusively for nonprofit, charitable or church-based purposes.

§ 16
Supervision

The foundation is supervised by the district government of Lower Franconia. 

§ 17
Coming into Effect

The charter enters into force by its approval of the district government of Lower Franconia. At the same time, the charter of September 7th, 1993, expires.

The permission that is needed to establish a legally binding foundation based on the article § 80 of the German Civil Code (BGB) and the articles 3,5 and 6 of the Bavarian law on foundations was given by the Bavarian State Ministry for Education and Cultural Affairs via resolution on September 17th, 1976, nr. V/2 – 2/137752.

The amendments of the charter that was determined by the management board and the board of trustees on March 27th, 1981, with the approval of the founder was permitted by the Bavarian State Ministry for Education and Cultural Affairs via resolution on June 1st, 1981, nr. W2-2/73 150. The management board received the permission on July 13th, 1981. 

The amendments of the articles §§ 2, 5, 6, 7, 9 and 11 of the charter were determined in a joint meeting of the management board and the board of trustees on November 19th, 1992 and permitted by the Bavarian State Ministry for Education, Cultural Affairs, Science and Art by letter on August 18th, 1993, NI ½ - K1125 Wü/18-5/108 910. The management board received the permission on September 7th, 1993. 

The amendments of the charter that were determined in a joint meeting of the management board and the board of trustees on May 5th, 2009 were permitted by the district government of Lower Franconia by letter on February 17th, 2010, N 44/1222.12-25/10. The management board received the letter with the permission. 

The foundation is charitable according to the decision of the tax office in Würzburg on May 18th, 1976 - Nr. S 1291/371 – 11/3.

The tax office in Würzburg acknowledged the non-profit status also with regard to the amendments to the charter by letter on February 8th, 1993 – number VB 6 St. Nr. 186/33596 and after examining the charter on October 14th, 2009 – file number 257/110/70039 K 03.